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CHOICES II - PETER HERZOG 6. Mai - 20. Juni 2009
Stammen alle aus der Serie Japan 2005
Choices.
Der zweite Teil: In Zyklus Choices, den die Galerie Rigassi das ganze Jahr 2009 über in sechs Teilen veranstaltet, geht es um die verschiedenen Kriterien, wie Kunstwerke von den Akteuren des Betriebssystems Kunst überhaupt ausgewählt werden. Die Galerie Rigassi bereitet hierfür eine Plattform, auf der diese Auswahl, ganz nach persönlichen Gesichtspunkten und ohne Zwänge, überhaupt erst möglich ist: Der Kurator wählt die Künstler, der Galerist konzipiert die Ausstellung, welche neben den Verkaufsobjekten auch einzelne Leihgaben der Kuratoren enthält. Die zentrale Frage bezüglich der Künstlerauswahl lautet: Was unterscheidet den Kritiker vom Sammler? Wie wählt der Museumsdirektor aus und wie die Kunsthistorikerin? Der erste Teil von Choices ist mit Künstlerauswahl, die der Berner Kunstkritiker Konrad Tobler im März und April für die Galerieenausstellung getroffen hatte, zu Ende gegangen. Nimmt der Galerist die Stelle als erste Vermittlungs-instanz ein, sobald er die neuen Werke der Künstler dem interessierten Publikum zeigt, so kommt dem Kritiker die Aufgabe zu, mit seinen Texten dafür Sorge zu tragen, dass über die Kunst auch kommuniziert wird. Die nächste Ebene ist konsequenterweise dann denjenigen gewidmet, der diese Kunst ankauft und zusammenträgt. Choices folgt dieser Kunst-Vermittlungs-Struktur. Deshalb ist der zweite Teil des Zyklus dem Sammler gewidmet. Denn Sammler sind als erste Auf-Bewahrer von Kunstwerken auch diejenigen, die diese durch Leihgaben für Ausstellungen auch zu fördern wissen. Peter Herzog aus Basel, gelernter Jurist und Kunstsachverständiger ist ein ganz besonderer Fotografie-Sammler. In den vergangenen 30 Jahren hat er zusammen mit seiner Frau Ruth Herzog eine Fotosammlung von internationalem Rang mit über 3OO'OOO Positionen zusammengetragen. Die Sammlung Herzog zählt somit zu den weltgrössten Fotografiesammlungen überhaupt und ist mit einer zeitlichen Spanne von 1839 bis in die Gegenwart gleichzeitig auch eine Geschichte der Gattung an und für sich. Dabei gilt das Interesse von Herzog nicht nur den grossen Namen, sondern auch den zufällig in Archiven aufgefundenen Amateurfotografien. Seltene Preziosen, die mehr über Kunstform aus den Anfängen des Industriezeitalters aussagen, als jedes Meisterwerk der Gattungen. Gefunden an verborgenen Orten, dort wo die meisten gar nicht hinsehen, aber das macht den Spürsinn eines guten Sammlers auch aus, so wie den von Peter Herzog. Raphael T. Rigassi |
Künstler der Galerie / Artists of the Gallery
Copyright © 1997-2009 Galerie Rigassi
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